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Erfolgreicher Abschluss der Online-Seminarreihe „ERP trifft Praxis“

ERP

Mit der Online-Seminarreihe „ERP trifft Praxis“ ging das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards neue Wege in Hinsicht seiner Veranstaltungsformate. Im Mittelpunkt standen dabei sieben Wochen lang sieben Schwerpunktthemen zu aktuellen Trends und Praxisbeispielen im Bereich ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning). Das Herz bildeten 75-minütige Online-Seminare, die von einer Landingpage mit umfangreichen Informationsmaterialien flankiert wurden. Zahlreiche Teilnehmerfragen sorgten für einen gehaltvollen Abschluss der virtuellen Veranstaltungsreihe.

Profitieren konnten die Teilnehmer von den zahlreichen wertvollen Ideen sowie den konkreten Umsetzungsbeispielen rund um das Thema Einführung oder Ablösung von ERP-Systemen. Denn Entscheider in kleinen und mittleren Unternehmen sind bei der großen Anzahl von ERP-Lösungen manchmal bei der Auswahl überfordert. Wer das richtige ERP-System für sein Unternehmen finden möchte, sollte gut planen und systematisch vorgehen. Dreh- und Angelpunkt ist dabei die Analyse der eigenen Geschäftsprozesse. Denn diese differieren abhängig von der Branche und der Aufgaben, die ein solches Tool erfüllen soll.

 

Sieben Schwerpunkte – sieben Termine

In unserer Online-Seminarreihe „ERP trifft Praxis – Kompaktwissen digital“ stellten wir sieben Schwerpunkte rund um die Einführung oder Ablösung von ERP-Systemen vor:

  • Schwerpunkt: Praxistipps bei der Einführung von ERP
  • Schwerpunkt: Anforderungskatalog & Praxis-Tools
  • Schwerpunkt: Vertragsgestaltung & Fördermöglichkeiten
  • Schwerpunkt: Datenqualität ist das A und O
  • Schwerpunkt: Standards für das Datenmanagement und Open Source ERP
  • Schwerpunkt: ERP und Künstliche Intelligenz
  • Schwerpunkt: Abschluss-Veranstaltung mit Diskussion

 

„Nachhaltigkeit passt gut zu digitalem Wirtschaften.“

In der letzten Veranstaltung kamen noch einmal fast alle Referenten zusammen und standen den ERP-Interessierten Rede und Antwort.

Nach der Begrüßung durch Bettina Bartz, Geschäftsstellenleiterin des Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrums eStandards, stellte Nicole Freiberger, Projektkoordination Effizienz Agentur NRW, in ihrem Vortrag „Ausblick: Circular Economy und Ressourceneffizienz 4.0“ die Zusammenhänge von ressourcenschonendem Wirtschaften und ERP dar.

Denn, auch wenn man es auf den ersten Blick nicht vermutet, passt Nachhaltigkeit gut zu digitalem Wirtschaften. Denn der Einsatz eines ERP-Systems minimiere den Ressourceneinsatz. Die bestimmende Fragestellung sei vor allem in Bezug auf die Kreislaufwirtschaft, die, was wir mit unseren Abfällen machen. Unterschiedliche Lösungen wären im Rahmen einer Circular Economy möglich: Abfälle werden vermieden, Produkte werden neu genutzt oder repariert. Dabei sei Ressourceneffizienz wichtig und ERP ein mögliches Tool dafür, sich in Richtung Kreislaufwirtschaft zu bewegen. Spannend waren insbesondere die Praxisbeispiele, die die Referentin vorstellte. So konnte durch die Einführung von ERP zum Beispiel eine medienbruchfreie Bestell- und Lieferkette geschaffen oder durch eine automatisierte Ressourcenkostenrechnung effizienter gewirtschaftet werden.

 

„Wie ein Großer auftreten…“

Weiter machte Jörg Wojtun von der rossbach-wojtun GmbH. Er schilderte in einem kurzweiligen Vortrag, wie es zur Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum eStandards kam und wie sich seine Arbeit mit einem ERP-System verändert hat. Der größte Vorteil: Nach der ERP-Einführung ist die Zettelwirtschaft passee. Da es sich letzten Endes um eine cloudbasierte Lösung handele, sei sie sogar mit dem Smartphone zu bedienen. Die größte Motivation für Jörg Wojtun bei diesem Projekt war vor allem, dass er auch als Zwei-Mann-Betrieb wie ein Großer auftreten wollte – was er jetzt, auch dank ERP, kann.

„Die ERP-Einführung dauert im Schnitt sechs Monate.“

Ein Teilnehmer äußerte daraufhin die Frage, wie lange es denn allgemein dauere, ein ERP System zu implementieren. Darauf hatte Dr. Andreas Dahmen, GHK Management Consulting GmbH, eine Antwort. Es hänge vor allem von der Komplexität der Datenlage ab. Vor allem müsse im Vorfeld der ganze Prozess betrachtet werden und das könne auch schon einmal länger dauern. Als allgemeine Formel gab er die Dauer von zwei bis drei Monaten für die Prozessbetrachtung an und rechnet im Allgemeinen mit ungefähr sechs Monaten Umsetzungsdauer bei der ERP-Einführung. In der Diskussion zu diesem Thema war dann aber auch schnell klar, dass dies stark von der Branche abhängt, wie auch Tino Barnickel vom Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Digitales Handwerk bestätigt. So seien im Handwerk zwar die Prozesse meist weniger komplex, allerdings sei hier die Akzeptanz zu Themen wie ERP derzeit noch relativ gering. Aber auch hier tut sich einiges. Besonders spannend sei das Projekt Handwerkerhaus.

Live-Screening eines ERP-Wartungsvertrages

Ein weiteres Highlight der Abschlussveranstaltung war das Live-Screening eines ERP-Vertrages. Dazu hatte Rechtsanwalt Roman Pusep, IT-Recht WERNER Rechtsanwälte Informatiker, ein anonymisiertes Praxisbeispiel eines Teilnehmers dabei, das er Schritt für Schritt „auseinandernahm“.

Zusammengefasst, ist es vor allem wichtig, das Augenmerk auf die konkrete Leistung zu legen. Also Fragen zu stellen, wie: Was bekomme ich wirklich als Leistung? Wie viele Fragen darf ich in welchem Zeitraum dem Support stellen? Welcher Service-Level wird angeboten? Inwieweit sind Implementierung, Customizing und Schulungen vertraglich definiert? Wie hoch sind die eigentlichen Wartungskosten?

Die Zukunft von ERP heißt KI

Nach dem Blick in die Gegenwart stellte Paulina Cuevas, KI-Expertin vom Kompetenzzentrum eStandards, die Zukunft von ERP vor: Sie zeigte, dass Künstliche Intelligenz immer greifbarer auch im ERP-Umfeld und für mittelständische Unternehmen wird. KI finde sich schon heute in vielen Routineaufgaben, in digitalen Assistenten oder auch in einigen Geschäftsprozessen, zum Beispiel in der Produktverfolgung oder Rechnungserkennung.

Mit diesem Ausblick in die Zukunft von ERP wurde die siebenwöchige Online-Seminarreihe beendet. Das Teilnehmer-Feedback zeigt, wie relevant das Thema für mittelständische Unternehmen ist. Wir sind uns sicher, dass es nicht die letzte Veranstaltungsreihe zu Enterprise Resource Planning war!

Autorin: Jana Behr

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