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Pressemitteilung

Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards bringt Mehrweg-Kreislauf-Modell mit den richtigen Standards in Schwung

Faircup Mehrwegsystem

► Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum unterstützt FairCup bei Auswahl von passendem Standard für Mehrweg-Gebinde

► Salat oder Kaffee to go in Mehrweg-Gebinden voll im Trend

► Jetzt bald bundesweit an zahlreichen Verkaufsstellen im Lebensmittel-Einzelhandel

Köln, 15.06.2021.Gerade eben hat der Bundestag die Mehrwegpflicht ab 2023 beschlossen. Gastronomen müssen dann beim Straßenverkauf eine Mehrwegverpackung anbieten. Da passt die Dienstleistung, die das Start-up FairCup anbietet, perfekt. Allerdings fragten sich die Jungunternehmer schon 2016, ob ein ähnliches Pfandsystem wie bei Flaschen nicht auch bei Food-Verpackungen und Kaffeebechern funktionieren könnte? Um das Projekt erfolgreich auf die Straße und in die Läden zu bringen, erhielt FairCup Unterstützung vom Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards. Es begleitete das Unternehmen vor allem bei der Prozesskonzeption und der Auswahl von Standards, die für ein solches Kreislauf-Modell nötig sind. 

Ursprünglich startete die Mehrweg-Lösung 2016 als Schüler-Projekt. Mittlerweile umfasst die FairCup GmbH zehn Mitarbeiter. Insbesondere der Trend zu mehr Nachhaltigkeit und auch das Aufkommen von zum Beispiel Unverpackt-Läden gab dem Projekt den nötigen Impuls. Jetzt nach fast fünf Jahren sind die FairCup-Mehrweg-Gebinde reif für den Einsatz im Lebensmittel-Handel. Daran hat auch das Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum einen Anteil. Es unterstützte die Jungunternehmer bei der Prozessdefinition und der Auswahl geeigneter Standards.

Mehrweg-Salatschüsseln to go

Denn die FairCup-Mehrweg-Gebinde müssen, vor allem vor dem Hintergrund einer immer größeren Verbreitung, eindeutig rückverfolgbar sein – vom Kauf über die Nutzung bis zur Abgabe, der Reinigung und dem Recycling. Die Idee dahinter: Kunden wählen aus einem losen Lebensmittel-Angebot, wie zum Beispiel Salat aus der Selbstbedienungstheke, Nüssen, Frischkäse oder auch Weingummis und füllen sie in einen FairCup und geben das Mehrweg-Gebinde nach Verzehr beim nächsten Einkauf am Leergutautomaten des Marktes oder einer anderen Verkaufsstelle wieder ab, bekommen einen Pfandbon, der mit ihrem neuen Einkauf verrechnet wird. Das Gleiche funktioniert auch für Kaffee, Eis oder Backwaren. 

SGTIN: Standard der Wahl

Die größte Herausforderung dabei ist, dass eine kritische Masse an Marktteilnehmern mitmachen müssen, damit so ein Modell sowohl für sie selbst als auch für den Kunden interessant ist. Denn die Becher sollen optimalerweise überall im Lebensmittelhandel und später auch in der Gastronomie zurückgegeben werden können. Nach mehreren Workshops mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards entschied sich FairCup dafür, die SGTIN (Serialized Global Trade Item Number) mit dem Datenträger GS1 Datamatrix zur eindeutigen Identifikation und Kennzeichnung ihrer Mehrweggebinde zu nutzen. Dabei werden Stammdaten eines Gebindes mit dieser Nummer verknüpft und im täglichen Geschäft durch Scannungen mit Ereignisdaten angereichert. So entsteht von Beginn an ein transparenter Lebenszyklus jedes einzelnen Gebindes.

Der Clou: Der GS1 DataMatrix-Code ermöglicht es, als 2D-Code, viele Informationen auf sehr kleiner Fläche unterzubringen und ist gleichzeitig ein standardisierter Datenträger, der die Barrieren der Scannung reduziert – also perfekt geeignet für die Kennzeichnung der Mehrweg-Gebinde von FairCup. Eine Direktmarkierung per Laser wird auf jedes Gebinde aufgebracht, da diese, ohne Etikett, auch bei starker Nutzung verschleißfrei ist. Positiver Nebeneffekt: Durch die Identifikationslösung des Gebindes könnten auch Marktprozesse vereinfacht und beschleunigt werden. Diese Idee kann eine Etikettierung überflüssig machen und damit Thermopapier, welches Sondermüll ist, sowie unnötige Klebereste auf der Mehrwegverpackung – Nachhaltigkeit hoch 2 sozusagen.

Mehrweg to go voll im Trend

„Wir sind überzeugt von den FairCup-Mehrweggebinden. Sie bedienen den aktuellen Trend zu mehr Nachhaltigkeit durch Unverpackt-Angebote. Dank der Verwendung einer serialisierten GTIN, die ohne die Serialisierung im Lebensmittel- Einzelhandel seit langer Zeit Standard ist, steht der Verbreitung technisch nichts im Weg“, ist sich Projektbegleiter Niklas Kuhnert vom Kompetenzzentrum eStandards sicher.

„Wir suchten nach einer Lösung, wie wir unser Pfandsystem und unseren FairCup sowie unsere FairBoxen ohne viel Aufwand lückenlos nachverfolgen können. Wir möchten wissen, wo sie sich gerade befinden und wie viele gerade noch bei unseren Partnern vorrätig, unterwegs und in der Reinigung sind oder gar ersetzt oder recycelt werden müssen, weil sie beschädigt sind. Dazu brauchten wir eine digitale Lösung, die die automatische Identifikation von Einzelteilen im Prozess ermöglicht und gleichzeitig im Lebensmitteleinzelhandel verarbeitet werden kann“, so Sybille Mayer, FairCup GmbH.

Die hat das junge Start-up nun gefunden und kann dank der Zusammenarbeit mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards weiter durchstarten.

Mittelständische Unternehmen, die auch über ein Digitalisierungsprojekt nachdenken, können sich gerne unter geschaeftsstellekompetenzzentrum-estandards.digital melden. Die Projektbegleitung durch das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards ist kostenfrei und anbieterneutral.

Pressebild: Mehrwegsystem (Bildquelle: FairCup)

Hier finden Sie die vollständige Presseinformation in PDF-Form.

 

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