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Verbundpraxisprojekt: Sicherheitsstandards im multilateralen Datenaustausch

Herausforderung: Schaffung einer Vertrauensumgebung für den firmenübergreifenden Datenaustausch in Maschinenbau, additiver Fertigung und Fernwartung

Die fortschreitende Digitalisierung in der mittelständischen Industrie führt dazu, dass immer mehr (Maschinen-) Daten zur Verfügung stehen, die zur Prozessoptimierung, für Analysen, Machine Learning, Predictive Maintenance uvm. genutzt werden können. Im Zusammenhang mit firmen- oder standortübergreifendem Datenaustausch bleibt dies jedoch oft nur Theorie, denn die Angst vor dem Verlust betriebsinterner Daten ist groß. Jörg Demtröder, Inhaber der Wichelhaus Maschinenfabrik in Solingen, beschreibt das so: „Wir haben immer mehr Daten, die wir vernetzt auswerten müssen. Aber es fehlt das Vertrauen in die IT-Sicherheit, die Angst, dass Daten abgegriffen werden, ist groß. Der Wert der Maschinen steckt heutzutage hauptsächlich in Software und Daten.“

Zielsetzung: Datensouveränität erhalten

Maschinenbetreiber stellen ihre Maschinen- und Sensordaten in einer Cloud für die Analyse und Auswertung zur Verfügung. Dabei ist die Datensouveränität des einzelnen Maschinenbetreibers gewährleistet, denn er allein entscheidet darüber, wer auf die Daten für welchen Zweck wie lange zugreifen darf. Die Zugriffe und Transaktionen werden rechts- und manipulationssicher protokolliert. Diese Lösung ist auch auf weitere Anwendungsfälle übertragbar, z. B. für:

  • Austausch von Druckdateien für Prototypen in der additiven Fertigung
  • Fernwartung von Produktionsmaschinen.

Lösung: Vertrauensinfrastruktur mit einer Blockchain

In der beschriebenen Konstellation kommt die Open-Source-Vertrauensinfrastruktur der Truzzt Foundation zum Einsatz. Wichtiger Bestandteil ist der IDS-Connector (DIN SPEC 27070). Dabei handelt es sich um einen Software-Stack für vertrauenswürdige Edge-Gateways. Hier werden die vertraglichen Bedingungen geregelt, d. h. es ist ist hinterlegt, wer auf die Daten für welchen Zweck und für welchen Zeitraum Zugriff erhält. Das bedeutet: Die Eigentümer behalten jederzeit die Kontrolle über ihre Daten und legen ihre eigenen Nutzungsregeln fest. Daten werden nur dann ausgetauscht, wenn sie von vertrauenswürdigen, zertifizierten Partnern angefragt und dann für diese freigegeben werden. Der Maschinenbetreiber sendet die Maschinendaten in verschlüsselter Form über eine sichere Verbindung zur weiteren Analyse und Auswertung in die Cloud. In einer Blockchain (hier „Truzzt Clearinghouse“ genannt) wird der Transaktionsverlauf manipulations- und rechtssicher sowie für alle berechtigten Teilnehmer einsehbar dokumentiert. Der Vorteil: Maschinen- und Sensordaten bleiben während ihrer gesamten Lebensdauer an den Maschinenbetreiber gebunden.

Zitat Jörg Demtröder, Inhaber der Wichelhaus Maschinenfabrik in Solingen:

„Wir haben immer mehr Daten, die wir vernetzt auswerten müssen. Aber es fehlt das Vertrauen in die IT-Sicherheit; die Angst, dass Daten abgegriffen werden, ist groß. Der Wert der Maschinen steckt heutzutage hauptsächlich in Software und Daten.“

Projektlaufzeit: Q2/2021 – Q1/2022

Foto: ©Nico Piepenstock

Die am Verbundpraxisprojekt beteiligten Unternehmen

truzzt foundation
www.orbiter.de

syzzcom GmbH
www.syzzcom.com

Wichelhaus GmbH & Co. KG
www.wichelhaus.de

Identity Economy 
www.identity-economy.de

Krause IT 
www.kraucon.de

HS Ruhr West 
www.hs-ruhrwest.de

Prototec GmbH & Co. KG 
www.prototec.de

WETOG GmbH
www.wetog.de

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