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Ecuphar auf dem Weg zum kleineren CO2-Fußabdruck: Digitale Tools im Einsatz für mehr Nachhaltigkeit in Unternehmen

Ecuphar ist ein seit 2011 in Greifswald ansässiges Pharmaunternehmen mit 35 Mitarbeitenden, das sich auf Veterinärmedizin im Bereich Heimtiere, wie Hunde, Katzen und Kaninchen, und Großtiere, wie Pferde und Nutztiere, spezialisiert hat. Das Unternehmen bietet neben Impfstoffen auch Tierarzneimittel für die Bereiche Anästhesie, Schmerzbekämpfung, Notfallmedizin und weitere Einsatzbereiche an. Darüber hinaus werden Ergänzungsfutter- und Pflegemittel vertrieben. Die Hauptkundschaft sind Tierarztpraxen aus ganz Deutschland, die die Produkte entweder direkt oder über einen Großhändler beziehen.

Herausforderung: Wie groß ist der CO2-Fußabdruck wirklich?

Obwohl das Unternehmen noch unter keine rechtliche Berichtspflicht fällt, möchte es sich aus eigener Motivation heraus mehr mit dem Thema Nachhaltigkeit und den Auswirkungen seiner Aktivitäten auf die Umwelt, vor allem hinsichtlich der Treibhausgasemissionen wie CO2 (Kohlenstoffdioxid), beschäftigen. Bisher existierte allerdings noch keine Transparenz darüber, welche Bereiche wie viel CO2 oder andere Treibhausgase ausstoßen und durch welche Aktivitäten diese ausgelöst werden. Hinzu erschwert die Komplexität des Wertschöpfungsnetzwerks die Situation, da gewisse Bereiche und Prozesse an Unterlieferanten ausgelagert sind. Allerdings ist die Transparenz notwendig, um die wesentlichen Aktivitäten zu identifizieren.

Eine weitere Herausforderung bestand in der Unsicherheit hinsichtlich der Vorgehensweise und der Standards sowie IT-Werkzeuge, die für die CO2-Bilanzierung nützlich sein könnten. Zuletzt ist es für den Erfolg des Projektes aus Sicht des Kompetenzzentrum eStandards wichtig, Best Practices zur CO2-Reduzierung von anderen Unternehmen als Inspiration für Ecuphar zu sammeln.

Zielsetzung: Systematisch CO2-Ausstoß minimieren

Die Transparenz über die wesentlichen Treibhausgas-Treiber innerhalb des Wertschöpfungsnetzwerkes wird Ecuphar kurzfristig dazu befähigen, den CO2-Ausstoß zu kompensieren.

Zudem steht mittelfristig die Identifikation der Optimierungspotenziale zur CO2-Reduktion im Mittelpunkt. Sobald transparent wird, welche Aktivitäten in welchem Bereich wieviel CO2 und andere Treibhausgase ausstoßen, werden die Hebelpunkte sichtbar, an denen es sich lohnt, CO2-reduzierende Maßnahmen einzusetzen. Die Reduktion von Treibhausgasen ist wesentlich, um das Unternehmen an sein Ziel zu bringen, ökologisch nachhaltiger zu agieren.

Lösungsansatz:  Nachhaltigkeitspotenziale liegen im Detail

Im ersten Schritt geht es zunächst darum, einen Wissenstransfer zu den Grundlagen und dem Vorgehen der CO2-Bilanzierung herzustellen. Dazu werden das Wertschöpfungsnetzwerk und die Prozesse analysiert. Dies ermöglicht einerseits die Identifikation der wesentlichen Bereiche, die Ecuphar in die erste CO2-Bilanzierung mit aufnehmen möchte (Stichwort Scope 1-3). Andererseits wird damit auch klar, welche relevanten Stakeholder in das Projekt zu involvieren sind. Zur Messung wird das Web-Tool ecocockpit eingesetzt, das von der Effizienz-Agentur NRW kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Anhand des Web-Tools können auch die Voraussetzungen für Qualität und Format der Daten, die für die Bestimmung der CO2-Emissionen der Aktivitäten relevant sind, geklärt werden.

Gleichzeitig prüft das Kompetenzzentrum eStandards, wie die Lage des standardisierten Datenaustausches mit CO2-Daten derzeit aussieht.

Zitat von Christian Süverling, Business Analyst von Ecuphar und Projektleiter für die CO2-Bilanzierung:

„Nachhaltigkeit ist für uns ein besonders wichtiges Thema, dessen Bedeutung stetig zunehmen wird. Daher haben wir uns dazu entschieden, proaktiv an die Thematik heranzugehen und unsere CO2-Emissionen zu ermitteln, zu reduzieren und zu kompensieren. Es ist für uns als KMU eine Herausforderung, diesem Ziel neben dem Tagesgeschäft die nötige Zeit zu widmen, uns selbstständig einzuarbeiten und die verschiedenen Möglichkeiten und Vorgehensweisen zu analysieren, um den für uns optimalen Weg auszuwählen.

Wir freuen uns deshalb, das Team des Kompetenzzentrums eStandards als Unterstützung in diesem Umsetzungsprojekt an unserer Seite zu haben. Gemeinsam streben wir an, einen positiven Einfluss auf das Unternehmen, seine Mitarbeitenden sowie die Umwelt zu bewirken.“

Copyright: pixabay.com

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