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ECORETAIL: von Einweg zu Mehrweg zur Circular Economy

Herausforderung: von Hemdchentüten zu Mehrweglösungen

ECORETAIL hat sich auf die Entwicklung und Herstellung von nachhaltigen und (kosten-) effizienten Kunststoffprodukten spezialisiert. Das Produktportfolio unterteilt sich in die Ladenausstattung für die Warenpräsentation und Mehrwegverpackungen für den Weiterverkauf an Endverbraucher sowie den gewerblichen Gebrauch.

Das Besondere: Bei ECORETAIL treffen ehemalige Geschäftsführer von Industrieunternehmen mit Einzelhandelfokus auf Experten aus dem Tech-Bereich. Kein Wunder, dass das Unternehmen vor dem Hintergrund der aktuellen Marktentwicklung hin zur Circular Economy mit dem Leitsatz „Reduce – Reuse – Recycle“ das bisher erfolgreiche Business-Modell des Verkaufs von Mehrweg-Displays an den Handel und von Mehrwegverpackungen an die Marktentwicklung anpassen möchte.

Dazu sollen Mehrweg-Alternativen entwickelt werden. Zum einen als Ersatz bzw. Ergänzung für Millionen von Einweg-Displays, zum anderen als Mehrweg-Kleingebinde für das Sortiment Obst & Gemüse. Dadurch werden unter anderem die sogenannten „Hemdchentragetaschen“ bei unverpackten Warenangeboten abgelöst. Darüber hinaus reduziert die Mehrweg-Alternative die bisher eingesetzten Einwegverkaufsverpackungen aus Pappe, Plastikfolie, Holz etc.

Als gestandene Einzelhandelsexperten hat ECORETAIL die Vision, durch modulare Mehrwegkonzepte die Kosten und den Ressourceneinsatz der Kunden im Einzelhandel deutlich zu reduzieren und mit ihren Partnern im Handel und zusammen mit Dienstleistern, ein flächendeckendes Display-System aufzubauen.

Ziel: Mehrwegsystem als neues Business-Modell

Ziel des Praxisprojekts mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards ist die Modifikation der Bauformen der Kunststoff-Displays in mit dem Handel kompatible Mehrweglösungen. Dazu gehört insbesondere ein Mehrwegsystem als neues Business-Modell zu konzipieren. Mit von der Partie: eine digital steuerbare Ablauforganisation, inklusive des Einsatzes von Standards sowie ein entsprechendes Abrechnungsverfahren.

Lösung: Standards nutzen, um Marktteilnehmer mitzunehmen

Jede Variante der Mehrwegverpackungen soll mittel- und langfristig im Mehrwegkreislauf verfolgt und dokumentiert werden können: von der Produktion und Auslieferung, über die Rückgabe und Qualitätssicherung bis zur Reinigung, Desinfektion und dem Recycling.

Die Mehrwegverpackungen müssen darüber hinaus für die Kasse, Übergaben im Online-Handel und die Nutzung von Rücknahmeautomaten mit globalen AutoID-Systemen gekennzeichnet werden.

Der Einsatz von globalen Standards für die Identifikation, wie zum Beispiel die GTIN (Global Trade Item Number) oder GRAI Global Returnable Asset Identifier, und die Kommunikation, wie beispielsweise EANCOM oder GS1 XML, soll die Prozessakzeptanz der Marktteilnehmer erleichtern. Gleichzeitig sollen andere Marktteilnehmer dazu motiviert werden, ähnliche oder kompatible Lösungen mit zukunftsfähigen Mehrwegangeboten anzubieten.

Zitat Hajo Geugelin, Geschäftsführer ECORETAIL:

„Wir möchten mit unseren Mehrweglösungen nicht nur selbst einen Schritt in Richtung Circular Economy gehen, sondern andere Marktteilnehmer mitnehmen – und ein bisschen die Branche revolutionieren. Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards unterstützt uns dabei, unsere bisherigen Produkte in Richtung Mehrweg zu optimieren. Außerdem sollen Standards die Akzeptanz bei anderen Marktteilnehmern erhöhen.“

 

Projektlaufzeit: Q1 2021 – Q2 2022

Copyright: Adobestock

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