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Projektsteckbrief Düker GmbH

Rückverfolgbarkeit von sicherheitsrelevanten Produkten mit eStandards


Herausforderung

Die fränkische Eisengießerei Düker will der aufwändigen Erfassung von Qualitätsdaten über Papier und Excel ein Ende bereiten. Düker stellt Komponenten für Wasser- und Gasleitungen her. Da viele Produkte Sicherheit für technische Einrichtungen und Menschen bieten müssen, werden sie streng kontrolliert und die Einhaltung geforderter Qualitätsstandards muss nachgewiesen werden. Dazu wird bei der Fertigung der sicherheitsrelevanten Produkte die Qualitätssicherung protokolliert und überwacht. Beispielsweise muss ein vorgegebenes Anzugdrehmoment für Schrauben einer Armatur sichergestellt und protokolliert sein.

Die verwendeten Prüfmittel (also die Prüfgeräte, Anlagegüter) müssen dazu eindeutig identifiziert und den Chargen der geprüften Produkte zugeordnet werden. Aktuell sind über 3.000 Prüfmittel angelegt, von denen fast 2.000 ständig aktiv für Prüfungen genutzt werden. Die im Projekt entwickelnde Systematik für die Identifikation und Kennzeichnung soll bei Düker perspektivisch für alle Anlagegüter (also auch Inventar, IT-Ausstattung, etc.) angewendet werden.
Aktuell wird die Rückverfolgbarkeit und die Verwaltung der Anlagegüter in jedem Werk in unterschiedlicher Art und Weise durchgeführt. Die Systematiken reichen von Handaufschrieb über Excel-Tabellen bis hin zu einer kleineren Datenbank.

Ziel

Ziel ist es, an beiden Standorte der Düker GmbH ein einheitliches System zur Identifikation von Anlagegütern, Lokationen und Fertigartikel einzuführen. Die manuelle Erfassung von Artikelnummern und Chargen der sicherheitsrelevanten Produkte soll durch den Einsatz von Scannern vereinfacht und fehlerfrei werden.

Lösungsansatz

Die Rückverfolgbarkeit, beispielsweise von Armaturen, basiert zukünftig auf eindeutigen, standardisierten Identifikationsnummern (GTIN) in Kombination mit weltweit lesbaren Barcodes (Datenträgern wie dem GS1-128 Strichcode). Die Verwaltung, Identifikation und Wartung von Anlagegütern wird auf Basis eindeutiger Idente wie der GIAI und Barcodes vereinheitlicht. Die in der Produktion verwendeten Prüfmittel werden basierend auf den Barcodes per Scan erfasst und protokolliert.

Zitat des Pilotunternehmens

„Bisher haben wir relevante Produktinformationen zur Charge, Eisenqualität oder Prüfzeugnisse an jeder Stelle der Wertschöpfungskette in unterschiedlicher Form festgehalten. An manchen Stellen fließen die Daten direkt ins ERP-System, aber gerade in der Produktion wird noch viel handschriftlich erfasst. Wenn dann ein Produkt zurückverfolgt werden soll, um Prüfzeugnisse vorzulegen, kostet das viel Zeit, um die Informationen aus ERP-System, Excellisten und handschriftlichen Aufzeichnungen zu verknüpfen. Wir brauchen für jedes Produkt einen Lebenslauf auf Knopfdruck.“ Christian Kern, IT-Leiter und Leiter des Digitalisierungsprojekts bei Düker

Projektlaufzeit

I/2018 bis XII/2018