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Projektsteckbrief TIFA eG

Digitale Services zur Erschließung neuer Kundengruppen bei TIFA

Herausforderung für die TIFA eG

Digitale Wettbewerber wie Amazon, Ebay, Alibaba und Mercateo, aber auch Unternehmen wie Transgourmet, Metro oder Edeka treten in einzelnen Segmenten in direkte Konkurrenz mit dem mittelständischen Großhandel. Sie verändern die traditionelle Aufgabenverteilung und Wertschöpfung zwischen Produzenten, Großhändlern, Einzel- und Fachhändlern sowie Verbrauchern und bringen oft digitales Know-how, ausgebaute Infrastruktur, Logistikkompetenzen und umfassende Erfahrungen im digitalen B2C- und B2B-Geschäft mit. Auch der Lebensmittelfachgroßhandel ist zunehmend von dieser Disruptionsgefahr betroffen. TIFA als Einkaufszentrale für 60 selbstständige mittelständische Großhändler entwickelt daher ein neues, digitales Geschäftsmodell, um neue Kundengruppen zu erschließen und langfristig am Markt bestehen zu können.

Ziel von TIFA

Die TIFA-Gruppe benötigt ein digitales Geschäftsmodell, welches es ermöglicht langfristig trotz der Disruptionsgefahr des Großhandels am Markt bestehen zu können. Ein erster Schritt in Richtung Digitalisierung stellt dabei die Ausstattung der Fachgroßhändler mit einer E-Commerce Lösung dar. Langfristig möchte das Unternehmen jedoch näher an den Endkunden d. h. den Verwender und sogar den Tischgast rücken und ihn und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt des eigenen Geschäftsmodells stellen.

Lösungsansatz für die TIFA eG

In dem Praxisprojekt sollen digitale Services als Lösung und neues Leistungsangebot des Unternehmens entwickelt und notwendige Standards für die Umsetzung der neuen digitalen Dienstleistungen ermittelt werden. Dazu zählt beispielsweise die Bereitstellung von eigenen Webshops für die Mitglieder der TIFA, aber auch eine Öffnung des generellen TIFA Webshops für Nicht-Mitglieder. Die Lösung zahlt also auch auf die Erschließung neuer Kundengruppen ein.

Die Produktinformationen für die Webshops sollen durch die Lieferanten standardisiert über das Global Data Synchronization Network (GDSN®) zur Verfügung gestellt werden und nach einer Prüfung über die TIFA Zentrale an die dezentralen Webshops weitergeleitet werden. Die Nutzung von Identifikationsstandards wie GTIN und GLN für die Produkte und Unternehmen ist dabei obligatorisch. Eine Ausweitung der EDI-Services (EDI = Elektronischer Datenaustausch) soll die Rechnungsbearbeitung weiter vereinfachen.

Zitat des Pilotunternehmens TIFA

„Aus der Digitalisierung ergeben sich neue Herausforderungen und Aufgaben, die die Akteure im Großhandel stark beeinflussen. Das Lebensmittelgeschäft ist da nicht ausgeschlossen. TIFA will Großhändlern Tools aufzeigen und digitale Services anbieten, die sehr einfach und schnell umzusetzen sind und den Großhändlern zeigen, wie sie dadurch bei ihren Kunden Mehrwert generieren können. Dafür müssen wir größer denken und systematisch eine Strategie erarbeiten.“ Dieter Bernhardt, Vorstand, TIFA eG

Laufzeit des Projekts mit der TIFA eG

Q1/2019 - Q3/2019

Bildquelle: Fraunhofer IMW

Kontakt:
geschaeftsstelle@kompetenzzentrum-estandards.digital
Tel.: +49 221 94714-505
Fax: +49 221 94714-7505

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