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Virtual Reality und Augmented Reality

VR- und AR-Systeme in der Produktion

 

Virtuelle Realtität (VR) und erweiterte Realität (AR)

Unter Virtueller Realität (Virtual Reality, kurz VR) versteht man eine in Echtzeit computergenerierte, interaktive virtuelle Umgebung, die vom Nutzer durch ein sogenanntes HMD (Head-Mounted Display) erlebt werden kann. Zwei hochauflösende Displays dienen zur Darstellung der erzeugten Bilder und eine damit gekoppelte Sensorik zur Erfassung von Lage und Bewegung.

Erweiterte Realität (Augmented Reality, kurz AR) hingegen ist ein Medium, bei dem die reale Welt durch virtuelle Elemente und  Informationen lediglich ergänzt wird. Im Gegensatz zur Virtuellen Realität kann hierbei die physische Realität weiterhin wahrgenommen werden. Zur Darstellung von AR-Anwendungen können speziellen AR-Brillen wie z.B. die Microsoft HoloLens, aber auch Smartphones und Tablet genutzt werden. Die Erfassung der Nutzereingaben sind per Gesten- und Sprachsteuerung oder per Touchscreen möglich.

Einsatzmöglichkeiten von VR- und AR-Anwendungen

Durch die Verwendung von Augmented Reality in der Produktion können Mitarbeiter Montage- und Reparaturanleitungen sowie Informationen zu Prozessen direkt an der Maschine abrufen, durch Video-Chats Expertenmeinungen einholen und Abläufe optimieren. Auch durch Prototyping mithilfe virtueller und maßstabsgetreuer Teilüberlagerungen am realen Produkt kann der Fertigungsprozess optimiert werden.

Da der Nutzer bei der Verwendung eines Virtual Reality-Systems komplett von der Außenwelt abgeschnitten ist, eignen sich diese dagegen nicht zur Anwendung innerhalb der Produktion. Sinnvolle Anwendungen im industriellen Umfeld sind jedoch z. B. die Simulation für Ausbildungs- und Trainingszwecke, die Herstellung  virtueller Prototypen oder die Produktkonfiguration.

Mehrwert von Augemented Reality / Virtual Reality

Durch vernetzte und interaktive Augmented-Reality-Systeme werden Fertigungszeiten und Fehlerquoten reduziert. Außerdem kann mithilfe von Visualisierung der Arbeitsschritte auch ungelerntes Personal unkompliziert angelernt werden.

 

Bildquelle: Birgit Andrich