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Retrofit / Nachrüstung / Modernisierung

Aufrüstung älterer Maschinen und Anlagen zur Anbindung an digitale Systeme

Was bedeutet Retrofit?

Als Retrofit bezeichnet man eine nachträgliche Aufrüstung und Modernisierung älterer Maschinen und Anlagen zur Anbindung an digitale Systeme. Retrofitting ermöglicht das Auslesen von Maschinen- und Prozessdaten. Anhand von Sensorik oder neuer Schnittstellen können so zum Beispiel Bearbeitungszeiten, Auslastung oder Energieverbrauch bestimmt werden. Ein offener Kommunikationsstandard für die vernetzte Fabrik ist etwa das Protokoll OPC UA (Open Platform Communications Unified Architecture), das eine plattformunabhängige Schnittstelle für eine einheitliche Kommunikation zwischen Maschinen ermöglicht. Übrigens: In der Automobilindustrie wird hierfür häufig auch das Wort "Aktionierung" verwendet.

Wie kann man Retrofitting effizient umsetzen?

Für eine erfolgreiche und zielgerichtete Nachrüstung / Aufrüstung ist eine vorherige grundlegende Analyse sinnvoll. Hierzu zählt vor allem, welche Daten benötigt werden, wie man diese Daten erhält aber auch, welche Daten vorhandene Maschinen bereits liefern und inwieweit diese genutzt werden können. Anschließend kann ein Retrofit-Konzept erstellt werden, welche Hard- und Software installiert werden muss um die nötigen Sensordaten verfügbar zu machen.

Retrofitting: Mehrwert für den Mittelstand

Durch Retrofitting können vorhandene Maschinen kostengünstig in ein digitales System eingebunden und somit die Nutzungsdauer von Bestandsanlagen verlängert werden. So entsteht die Möglichkeit zur Prozessoptimierung und -kontrolle, da auf Veränderungen im Produktionsumfeld schnell reagiert werden kann. Die Aufrüstung kann hierbei punktuell und auf die Bedürfnisse des Unternehmens ausgerichtet erfolgen, hohe Investitionen bei Neuanschaffung sowie nachfolgender Einarbeitungs- und Schulungsaufwand für die  Mitarbeitenden entfallen.