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Nachhaltigkeit / Nachhaltigkeitsmanagement

Ökologische, soziale und ökonomische Ansprüche in und mit Unternehmen integrativ berücksichtigen

 

Der Begriff Nachhaltigkeit

Für den Begriff der Nachhaltigkeit gibt es viele verschiedene Definitionsansätze. Insgesamt kann Nachhaltigkeit als eine Form des Handelns verstanden werden, welches gegenwärtigen und zukünftigen Generationen vergleichbare oder bessere Lebensbedingungen sichern soll, indem die dafür benötigten Elemente entsprechend geschützt werden. Im Zentrum der Nachhaltigkeit stehen ökologische, wirtschaftliche und soziale Aspekte.

Die unterschiedlichen Definitionen der Nachhaltigkeit haben gemeinsam, dass:

  • Nachhaltigkeit einen zeitlichen Bezug hat.
  • Ressourcen geschützt werden sollen, insbesondere wenn diese nicht erneuerbar sind.
  • Der Fortbestand eines Bezugsobjektes kurz- und langfristig sichergestellt werden soll

(Lexikon der Nachhaltigkeit 2015).

Nachhaltigkeitsmanagement

Nachhaltigkeitsmanagement beinhaltet die Verwirklichung der Lebensqualität bei Erhalt der Natur und menschengerechter Gesellschaftsverhältnisse. Es sollen ökologische, soziale und ökonomische Ansprüche in und mit Unternehmen integrativ berücksichtigt werden und zu einer innovativen Sichtweise zusammengeführt werden. Dabei bezweckt das Nachhaltigkeitsmanagement sowohl eine nachhaltige Organisationsentwicklung als auch einen unternehmerischen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft. Dieses Engagement soll Bestandteil der betrieblichen Wertschöpfung werden und nicht als Schadensregulierung dienen (Leuphana 2009).

Aufgabe der Unternehmensführung ist die Sicherstellung einer langfristig erfolgreichen Geschäftsentwicklung, deshalb wird die Implementierung des Nachhaltigkeitsmanagements und der Corporate Social Responsibility (CSR) im Unternehmen immer wichtiger (BMU 2018). Denn wirtschaftlicher Erfolg hängt zunehmend davon ab, wie glaubwürdig und transparent ein Unternehmen seine Verantwortung über gesetzliche Pflichten hinaus wahrnimmt. Auch die Finanzmärkte nehmen das Thema in ihre Bewertungskriterien auf (PWC 2018).

Das Nachhaltigkeitsmanagement umfasst viele unterschiedliche Bereiche, wie das Umweltmanagement, das Qualitätsmanagement, das Risikomanagement, die Wahrnehmung von Anliegen der Mitarbeiter, die sozialverträgliche und umweltverträgliche Ausrichtung der Zulieferkette, betriebliche Informationssysteme und die Bekämpfung der Korruption (BMU 2018).

Umsetzung des Nachhaltigkeitsmanagements mit der Hilfe von Standards

Für ein erfolgreiches Nachhaltigkeitsmanagement wird eine konsequente Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie in die nachhaltige Unternehmensstrategie benötigt (KPMG 2018). Mithilfe der Normen ISO 14001 und der ISO 26000 haben Unternehmen die Möglichkeit ihre Nachhaltigkeitsbemühungen zertifizieren zu lassen (Umwelt und Energie 2018). Wie FOND OF dies im Rahmen eines Digitalisierungsvorhaben mit dem Kompetenzzentrum eStandards etabliert, lesen Sie hier.

Quellen

BMU 2018: https://www.bmu.de/themen/wirtschaft-produkte-ressourcen-tourismus/wirtschaft-und-umwelt/unternehmensverantwortung-nachhaltiges-wirtschaften/nachhaltigkeitsmanagement/

KPMG 2018: https://home.kpmg.com/de/de/home/dienstleistungen/branchen-und-maerkte/sustainability-beratung/nachhaltigkeitsmanagement.html

Umwelt und Energie 2018: https://umweltmanagement.me/umweltmanagement_iso_14001/nachhaltigkeit_csr_iso_26000/

Leuphana 2009: http://www2.leuphana.de/umanagement/csm/content/nama/downloads/download_publikationen/was_kennzeichnet_nachhaltige_Unternehmen.pdf

Lexikon der Nachhaltigkeit 2015: https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/definitionen_1382.htm