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eStandards Wissen

E-Commerce / Onlinehandel

Umsatzsteigerung mit Hilfe des elektronischen Handels

Was ist eigentlich E-Business?

Im Zuge der Digitalisierung gewinnt der Faktor Information gegenüber dem Faktor Produktion immer weiter an Bedeutung. Die Basis für die Gewinnung und Verwertung dieser Informationen bilden moderne und vernetzte Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). Die zunehmende Leistungsfähigkeit und Vernetzung dieser Technologien führt zu grundlegend veränderten wirtschaftlichen Strukturen, denen sich insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) stellen müssen. Nicht nur einzelne Geschäftsprozesse, sondern auch ganze Geschäftsmodelle unterliegen einer umfassenden und sehr dynamischen digitalen Transformation. Bei dieser Transformation wird u.a. aufgrund des sich weiter verschärfenden Wettbewerbs die Unternehmenstätigkeit verstärkt ins Internet verlagert und ermöglicht so globale elektronische Geschäftsbeziehungen. Die Anbahnung, Unterstützung, Abwicklung und Aufrechterhaltung dieser elektronischen Geschäftsbeziehungen, bei denen sowohl physische Waren als auch digitale Dienstleistungen gehandelt werden können, wird unter dem Begriff „E-Business“ zusammengefasst.

E-Commerce: Ein Teilgebiet des E-Business

Die Erläuterungen zum „E-Business“ zeigen, dass dieser Begriff sehr weitgefasst ist. Deshalb wird dieser oft noch weiter in die folgenden Teilgebiete untergliedert:

  • E-Commerce
  • E-Communication
  • E-Education
  • E-Information bzw. E-Entertainment

Beim E-Commerce werden die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) dazu genutzt, die Aktivitäten die direkt zur Abwicklung der Tauschprozesse zwischen den Akteuren benötigt werden, mittels digitaler Netzwerke zu realisieren. Die Ziele sind u.a. Umsatz- und Effizienzsteigerungen, Kosten- und Zeiteinsparungen sowie transparentere Wertschöpfungsketten. Diese Ziele können insbesondere durch den Einsatz von weltweiten Standards (u.a. GTIN, GLN, EPCIS, EANCOM®, etc.) realisiert werden und sind deshalb von entscheidender Bedeutung, um sich im globalen Wettbewerb zu behaupten. Konkrete Beispiele für mögliche Einsatzbereiche der entsprechenden Standards im elektronischen Datenaustausch (EDI) können u.a. Preisverhandlungen über elektronische Plattformen oder elektronische Bestellabwicklungen sein. Dies zeigt, dass der Einsatz von eStandards in vielen Bereichen dabei helfen kann, die digitalen Unternehmens-Prozesse im Rahmen des E-Commerce noch effizienter zu gestalten und deshalb (insbesondere für den deutschen Mittelstand) große Potenziale bietet.

Akteure im elektronischen Geschäftsverkehr

Während der Begriff „E-Business“ also in der Regel sämtliche unternehmensinternen und unternehmensexternen Geschäftsprozesse beinhaltet, die digital abgewickelt werden, fokussiert sich der Begriff „E-Commerce“ zumeist auf die direkten Tauschprozesse mit Geschäftspartnern über Online-Kanäle wie das Internet. Als Geschäftspartner können dort sowohl private Konsumenten (Consumer), Unternehmen (Business) als öffentliche Institutionen (Administration) auftreten. Die Interaktion dieser Akteure kann dabei grundsätzlich in neun verschiedene Geschäftsbeziehungen eingeteilt werden. Die obenstehende Abbildung zeigt die Einteilung, bei der jeder der drei Akteure sowohl als Leistungsanbieter als auch als Leistungsnachfrager am Markt erscheinen kann. 

Analyse des Geschäftsmodells als Basis für die zukünftige Unternehmensausrichtung

Um zukunftsfähig zu bleiben, bedeutet dies für Unternehmen, dass sie ihr Geschäftsmodell analysieren und folgende Fragen beantworten müssen:

  • Soll die bestehende Produktpalette durch digitale Produkte und Dienstleistungen ergänzt, erweitert oder ganz abgelöst werden?
  • Welche Absatzmärkte und welche Kundengruppen möchte ich mittels E-Commerce bedienen?
  • Welche Netzwerke und Instrumente sollen zur Herstellung und Vertrieb der digitalen Produkte und Dienstleistungen genutzt werden?
  • Wie sollen meine Geschäftsprozesse zukünftig gestaltet sein, bzw. welche Aktivitäten sollen voll digital und welche manuell ausgeführt werden?
  • Wie sieht das zukünftige Ertragsmodell aus?
  • Welches Preismodell und welche Zahlungsmodalitäten sollen gewählt werden?
  • Welche Standards sind für den elektronischen Datenaustausch sinnvoll?
  • Welches Know-how befindet sich bereits im Unternehmen?
  • Wie hoch sind die Investitionen und die laufenden Kosten?

Kontakt:
geschaeftsstelle@kompetenzzentrum-estandards.digital
Tel.: +49 221 94714-505
Fax: +49 221 94714-7505

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