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bioaufvorrat.de sammelt erste Erfahrungen mit einem Mehrwegversandsystem

Mehrere Muster werden bei bioaufvorrat.de getestet

Eine Online-Bestellung ohne Versandkarton, geht das? Und kann das ökologisch überhaupt sinnvoll sein? Genau diesen Fragen geht bioaufvorrat.de mit uns in einem gemeinsamen Praxisprojekt auf den Grund. Vom ersten Praxistest sind wir positiv überrascht. Bei der Fragestellung zur ökologischen Sinnhaftigkeit wünschen wir uns allerdings noch mehr Herstellerangaben.

Im Februar 2021 lud das Online-Versandunternehmen bioaufvorrat.de zu einer virtuellen Führung durch die frisch bezogene Packhalle in Gütersloh. Geschäftsführer Christoph Wiesbrock stellte den Packprozess vor und berichtete von den Herausforderungen im vergangenen Jahr: Torpediert durch die Corona-Pandemie ist das Startup im Jahr 2020 unerwartet stark gewachsen. Gleich zwei Mal musste das Unternehmen innerhalb eines Jahres umziehen.

Durch das jetzt wesentlich höhere Bestellaufkommen ist auch der Verpackungsverbrauch angestiegen. „Mit unserem schnellen Wachstum ist mir nun noch wichtiger, das Thema Mehrwegversandverpackungen schnell voranzutreiben. Wir verwenden zwar nur Papier und Pappe, um die Produkte sicher zu schützen, doch mit einer Mehrweglösung könnten wir unseren Materialeinsatz stark reduzieren, vorausgesetzt, dass das ökologisch auch Sinn ergibt“, äußert sich der Geschäftsführer als er die Paletten mit den Verpackungskartons zeigt.

Was sind die Alternativen zu Einwegverpackungen?

Die Führung gab einen guten Einblick in den Packvorgang, typische Verpackungsvolumina und die verwendeten Kartons sowie Packmittel für den Versand. Gleichzeitig stellte sie den Startschuss für ein gemeinsames Praxisprojekt zwischen bioauvorrat.de und dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards dar.

Eine Marktanalyse nach möglichen Verpackungsalternativen war Gegenstand des nächsten Projektschrittes. Sie beinhaltete einen Blick auf die folgenden Gesichtspunkte:

  • Eigengewicht
  • Material
  • Belastbarkeit
  • Fassungsvolumen
  • Verschluss
  • Handling
  • Anschaffungskosten

Im Belastungstest: Wie nachhaltig sind die Mehrwegboxen?

Während bioaufvorrat.de derzeit die Muster im Betriebsablauf auf Kompatibilität überprüft, befasst sich das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards mit der Bewertung der ökologischen Auswirkungen in der Herstellung, Verwendung und Entsorgung. Dabei werden die Lösungen untereinander und mit dem Einwegsystem verglichen. Dazu wurden die Hersteller der Systeme hinsichtlich des Herstellungsverfahrens, deren Umweltbelastungen, insbesondere des CO2-Ausstoßes sowie den Recyclingmöglichkeiten befragt. „Wir wussten, dass derartige Nachfragen auf uns zukommen, daher beschäftigen wir uns auch mit dem Thema. Die Daten zur Umweltbelastung können wir jedoch ad hoc nicht vorlegen“, äußerte sich ein Anbieter am Telefon und zeigt somit exemplarisch die gegenwärtige Problematik. Für den zukünftigen Aufbau weiterer und verbesserter Datengrundlagen für die Bewertung der Umweltauswirkungen wird der Kontakt mit den herstellenden Unternehmen ausgebaut.

Erste Tests lassen Gutes erhoffen

Weiterhin wurde die erste Testbestellung mit einem Mehrwegsystem durchgeführt. Kein Lebensmittel oder Getränk hat Schaden genommen. Auch die Box scheint den Versand problemlos zu durchlaufen. „Ich bin überrascht, wie unbeschadet die erste Box und der Inhalt angekommen ist. Ich bin gespannt, wie die weiteren Versendungen laufen“, so Christoph Wiesbrock.

Weitere Tests und Analysen stehen an

Neben den weiteren Testversendungen in den kommenden Wochen steht die abschließende Analyse der Umweltwirkungen an. Die Hoffnung ist, dass die Hersteller bei der Erhebung von Umweltdaten, wie zum Beispiel des CO2-Ausstoßes bei der Produktherstellung, nicht ganz am Anfang stehen. Für den Fall, dass keine Daten vorhanden sind oder herausgegeben werden, muss die Umweltwirkung entlang der Herstellung auf anderem Wege möglichst gut eingeschätzt werden, um zumindest eine grobe Aussage treffen zu können.

Copyright: bioaufvorrat.de

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