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Erfahrungsbericht: Interview mit der Wiewald GmbH zwei Jahre nach dem Praxisprojekt

Firmengebäude der Wiewald GmbH in Leipzig

2019 hat die Offene Werkstatt Leipzig des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums eStandards ein Praxisprojekt mit der Wiewald GmbH durchgeführt. Ziel dabei war es, die Unternehmensprozesse zu optimieren und zu standardisieren. Wir haben mit Skadi Berger, Geschäftsführerin der Wiewald GmbH, über ihre Erfahrungen im Praxisprojekt und die Auswirkungen der Ergebnisse auf ihr Unternehmen gesprochen.

Mit welcher Zielstellung sind Sie in das Praxisprojekt, welches Sie gemeinsam mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards vor ca. 2 Jahren durchgeführt haben, gestartet?

Unsere Prozesse bei Wiewald haben sich 30 Jahre entwickelt und eingespielt, sind jedoch nie gerade gezogen worden. Ich wollte daher gern einen Überblick bekommen, wo unsere Verbesserungspotenziale liegen und welche Prozesse auch standardisiert werden können.

Was waren die wesentlichen Ergebnisse des Praxisprojektes?

Wir haben einen guten Über- und Einblick bekommen, was im Prozessmanagement eigentlich alles möglich ist und wo unsere „Nadelöhre" liegen. Darüber hinaus haben wir Erkenntnisse gewonnen, welche Prozesse mittels Digitalisierung und eStandards erleichtert werden können und wo händische Arbeit ersetzt und somit beschleunigt werden kann.

Wie sind Sie nach Abschluss des Praxisprojektes mit den Ergebnissen in Ihrem Unternehmen umgegangen? Welche Aufgaben haben Sie in Ihr Unternehmen mitgenommen?

Wir haben eine Taskforce „Digitalisierung“ gegründet, um den Input von den Fachkräften und Experten mitnehmen zu können. In dieser Runde haben wir uns die im Projekt definierten Meilensteine angeschaut und ausgearbeitet, wie wir vorgehen.

Wie wurden die Ergebnisse und die daraus resultierenden Aufgaben von Ihren Mitarbeitenden aufgenommen?

Die Mitarbeitenden sind alle an Board und freuen sich auf die erwartete Arbeitserleichterung. Durch die Taskforce ist die Umsetzung und Implementierung auch nicht von oben auf diktiert, sondern von den Mitarbeitenden aktiv mitgestaltet.

Was haben Sie bisher umgesetzt und wie blicken Sie in die Zukunft?

Leider ist es zunächst recht schleppend vorwärtsgegangen. Wir haben auch relativ schnell gemerkt, dass einige Meilensteine aus dem Projekt an sich zwar sinnvoll sind, allerdings mit den vorhandenen Mitteln nicht sinnvoll umgesetzt werden können. Beispielsweise wollten wir ursprünglich das Modul „Service" im ERP-System nutzen, um die Wartungen besser in den Griff zu bekommen. Wir sind dann jedoch zu dem Schluss gekommen, dass das bestehende ERP-System nicht dem entspricht, was uns bei der digitalen Transformation weiterbringen wird. Also haben wir uns gegen die Befüllung des Moduls entschieden und eine eigenständige Lösung gefunden.

Zudem haben wir letztes Jahr ein umfangreiches Digitalisierungsprojekt konzipiert. Angefangen von der Herstellung einer Arbeitsumgebung, die Mobile Work ermöglicht, über ein Dokumentenmanagementsystem bis hin zu einem Maschinenverwaltungstool. Jetzt sind wir dabei, alles einzurichten und zu implementieren.

Wie würden Sie rückblickend das Praxisprojekt und dessen Ergebnisse für Ihr Unternehmen bewerten?

Aus meiner Sicht war das Projekt ein sehr guter Einstieg für das ganze Thema rund um Digitalisierung und Prozessoptimierung. Es war sehr spannend überhaupt an das Thema herangeführt zu werden und die Vielzahl an Möglichkeiten an den eigenen Prozessen erläutert zu bekommen. Für uns war es sehr wertvoll als Anstoß und Auftakt für den Wandel und Beginn der Transformation in unserem Unternehmen.

Mit Blick auf die derzeitige Pandemie – Hat Ihnen die Optimierung und Standardisierung der Prozesse, die Sie mit Hilfe des Praxisprojektes in Ihrem Unternehmen angestoßen haben, im Umgang mit dieser herausfordernden Situation geholfen?

Da wir jetzt erst richtig mit der Implementierung beginnen, kann ich nur sagen, dass ich davon ausgehe, dass diese komplette Transformation dazu beitragen wird, in Zukunft für verschiedenste Widrigkeiten gerüstet zu sein.

 

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