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Das Barcamp Nachhaltigkeit & Digitalisierung: Ein vielfältiges Thema verdient ein offenes Format

Barcamp

Man nehme ein breites Publikum von rund 50 Teilnehmenden verschiedener Disziplinen und bringe diese in einem offenen Format zusammen: Voilá, ein inhaltsstarkes Event ist geboren. Das Online-Barcamp Nachhaltigkeit und Digitalisierung, das von den Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren eStandards, Kommunikation und Cottbus und der CSR.digital Initiative durchgeführt wurde, verfolgte genau diesen Ansatz – mit Erfolg. Die Erfahrungen und Ideen der Teilnehmenden bildeten die Grundlage für die Themenvielfalt des Formats und boten einen einladenden Rahmen für Diskussion und Vernetzung.

Nachhaltigkeit und auch Digitalisierung sind omnipräsent. Gleichzeitig werden beide Themenfelder je nach Blickwinkel sehr verschieden ausgelegt. Die Vielschichtigkeit und Breite der Begrifflichkeiten öffnet Raum für Diskussion. Das Barcamp-Format, welches vom Input der Ideengeber:innen lebt, stellt einen Rahmen dar, der genau diese Offenheit bietet und lädt Teilnehmende zu einem offenen Austausch und konkreten Lösungsvorschlägen ein.

Das Format im Detail

Die Crux des Barcamps ist stets, dass kaum Vorgaben gemacht werden. Dies mag auf den ersten Blick chaotisch oder unstrukturiert wirken. In vielen Bereichen stellt aber genau dieses Konzept einen wertvollen Rahmen für Problemdiskussion und Ideenaustausch dar. Unter dem breiten Thema „Nachhaltigkeit und Digitalisierung“ luden die drei Kompetenzzentren und die Initiative Interessenten ein, eigene Ideen aktiv einzubringen und in Kleingruppen zu diskutieren. Inhaltlich wurde das Event somit gänzlich von den Problemstellungen und Interessensgebieten der Teilnehmenden definiert.

Unternehmensinterview macht das Thema greifbar

Eine Inspiration für die Ideenfindung rund um die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung bot das anfängliche Unternehmensinterview mit dem Traditionsunternehmen Technische Bürsten GmbH. Das Unternehmen wurde selbst in seiner Nachhaltigkeitstransformation von den Kompetenzzentren eStandards und Cottbus begleitet. Somit konnte die Unternehmensvertreterin brühwarm von den Herausforderungen der digital-nachhaltigen Geschäftsmodelltransformation berichten und einen praxisnahen Einblick in den klassischen Mittelstand bieten. Zu den spannenden Einsichten des Gesprächs zählten nicht nur eine kurze und anschauliche Präsentation der industriellen Bürsten selbst, sondern auch welche Rolle interne Stakeholder für die Impulsgebung der Transformation spielen.

Weitere Details zum Praxisprojekt mit der Technischen Bürsten GmbH sowie den verschiedenen Transformationen lesen in unserem Blog und der Pressemitteilung.

Publikumsbreite unterstreicht die Vielfältigkeit des Themas

Inspiriert und bereichert von diesen Einblicken hatten die Teilnehmenden anschließend selbst die Möglichkeit, ihre Themenvorschläge im Bereich Nachhaltigkeit und Digitalisierung anzubringen. Unter den rund 50 Teilnehmenden befand sich nicht nur die klassische Zielgruppe der Kompetenzzentren und Vertreter:innen von KMU, sondern auch Interessentierte aus der Wirtschaftsförderung und städtische Vertreter:innen. Die Blickwinkel auf das Thema waren somit vielschichtig und waren die Basis für einen breiten Themenschatz.

Themenschwerpunkte der Sessions

Von der Produktion bis hin zu digitalen Lösungen auf Kommunalebene: Mit neun Themen in zehn Sessions fand eine breite Anzahl vielseitiger Themen Einzug in die Kleingruppendiskussion:

  • Vision 2045 – Zur klimaneutralen Produktion (doppelt gespielt)
  • Nachhaltigkeit und New-Work-Kultur
  • Nachhaltige Produkte testen
  • Open-Source-Produktkompass
  • New Work im KMU – Geht das eigentlich?
  • Nachhaltigkeitsorientierte Wirtschaftsförderung
  • Lernlabor Eltville: Digitalisierung und Kooperation schaffen Nachhaltigkeit
  • Footprint der Digitalisierung?
  • Schulterblick SDG-Lernreise bei Quäntchen+Glück – Prozess-Formate, Tools und SDG-Board

So haben beispielsweise zwei Sessions das „New Work“-Thema bespielt, welches in Sachen Arbeitswelt im Jahr 2022 nicht ganz unwichtig ist und besonders das positive Arbeitserlebnis der Arbeitnehmer:innen in den Fokus rückte. Doch auch das bereits im Unternehmensinterview eingebrachte Thema der nachhaltigen Produktion, welches als klassischer Blickwinkel für den Mittelstand gelten dürfte, fand Beachtung. Ein weiteres Beispiel ist der digital-nachhaltige Produktpass, welcher hinsichtlich seiner Gestaltung und Anwendungsherausforderungen analysiert wurde. Auch die Gestaltung von Anreizprogrammen für KMU auf Kommunalebene wurde in mehreren Sessions beleuchtet. Genauso wurden interessante Rahmenthemen, wie der Footprint aufgegriffen.

Fazit

Letztlich lässt sich das Barcamp Nachhaltigkeit und Digitalisierung, welches von den drei Kompetenzzentren ins Leben gerufen wurde, als Bühne für den Austausch konkreter Problem- und Lösungsfelder im Rahmen der nachhaltig-digitalen Transformation beschreiben. Das Format hat sich dabei nun bereits zum zweiten Mal bewährt. Akteure aus KMU, Wirtschaftsförderung und städtischer Verwaltung hatten die Möglichkeit, in einem kondensierten Format, gegenseitige Blickwinkel kennenzulernen und konkrete Problemfelder systematisch zu beleuchten: „Das offene Format zu wählen, ist wahrscheinlich einer der Erfolgsgründe für die Veranstaltung. So gab es einen gewissen Überraschungsfaktor für die Teilnehmenden, aber auch eine spannende Plattform zur Aktion. Das hat gänzlich gut funktioniert“, fasst Arne von Hofe vom Kompetenzzentrum eStandards die Veranstaltung zusammen.


Copyright: @nordwood/Unsplash

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