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Barcamp Nachhaltige Digitalisierung: Mehr als ein Workshop – aus Teilnehmenden werden Teilgebende

Sessionplan des Barcamps

Partizipation, kreativer Austausch und eine entspannte Atmosphäre standen im Zentrum des Barcamps „Nachhaltige Digitalisierung". Für die inhaltlichen Beiträge sorgten die Teilnehmer:innen des Online-Barcamps selbst. Vor allem der Blick in die Praxis machte die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg.

Welche Themen rund um Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind für KMU, Multiplikatoren oder andere Interessierte wie Privatpersonen wirklich interessant? Diese zugegebenermaßen wenig fokussierte Leitfrage sollte zum springenden Punkt des Barcamps werden und prägte das für alle Beteiligten doch etwas andere Format. Die in Kollaboration zwischen dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren eStandards, Cottbus und Kommunikation ausgerichtete Veranstaltung bewies in vier spannenden Stunden unter dem Hashtag nachhaltig_digital, dass intensiver und kreativer Austausch auch online möglich ist.

Aus Teilnehmer:innen werden Teilgeber:innen

Das Prinzip eines Barcamps ist simpel, aber effektiv. Vorab werden Teilnehmenden aufgefordert, sich thematisch und inhaltlich einzubringen. So gestalten sie das Workshop-Programm über Vorschläge proaktiv mit. So wurden aus den rund 70 Teilnehmer:innen Teilgeber:innen. Die spontanen oder bereits vorab angemeldeten Themenvorschläge wurden eingangs gepitcht, dann einem Raum und Zeitslot zugeordnet und anschließend in drei aufeinander folgenden 45-minütigen Breakout-Sessions in verschiedenen virtuellen Räumen diskutiert. Da es bei diesem Format nur wenig Vorgaben gibt, gestaltete sich der Austausch völlig frei, ungezwungen und ergebnisoffen. Ob mit einer kleinen Einführung in ein Thema, wie dem 3D-Druck anhand einer Präsentation oder ohne – alles durfte, nichts musste.

Digitalisierung und Nachhaltigkeit aus unterschiedlichen Perspektiven

Dank des offenen Veranstaltungsformates und des regen Interesses der Beteiligten, bildeten sich abwechslungsreiche Themenfelder unter dem Motto Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Sowohl soziale Nachhaltigkeit, wie Digital Leadership oder Barrierefreiheit, als auch konkrete technische Umsetzungsmöglichkeiten, wie Instrumente zur Messung des unternehmerischen CO2-Fußabdrucks, wurden von den Teilgeber:innen zur Diskussion gestellt.

Beispiel aus der Praxis: Win-Win-Win für das Unternehmen, die Kundschaft und die Umwelt

Zur Heranführung an das Thema Nachhaltigkeit und Digitalisierung wurde Bernd Hecking, Technical Manager des Lebensmittelfolienherstellers Maag auf der virtuellen Bühne begrüßt. Im Rahmen eines Praxisprojektes gemeinsam mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards zeigte das Unternehmen, dass Nachhaltigkeit und Digitalisierung innovativ Hand in Hand gehen können – sowohl in Hinsicht auf wirtschaftlichen Erfolg als auch auf positive Umwelteffekte. Durch das Drucken von standardisierten digitalen Artikelnummern, wie der GTIN, auf die Lebensmittelverpackungsfolien, lassen sich diese automatisiert zuordnen und verarbeiten. Das führt nicht nur zu mehr Prozesssicherheit, sondern auch zur optimalen Verpackung für Lebensmittel. Eine der Folgen dieser Neuerung zeigt sich im reduzierten Verderben von Lebensmitteln, was wiederum die Abfallmenge verringert. Im Gespräch wurde nicht nur der konkrete wirtschaftliche Nutzen dieser Digitalisierungsmaßnahme und der willkommenen Unterstützung durch Mittelstand-Digital thematisiert, sondern auch der Mehrwert für die Umwelt. Folgerichtig ermutigte Hecking auch andere KMU, sich an das Netzwerk zu wenden.

Mittagspause der anderen Art

Spaß, Partizipation und eine kreative Atmosphäre standen neben dem inhaltlichen Austausch im Zentrum des Barcamps. Oft kann ein kreativer und gesunder Geist besonders gut arbeiten, wenn auch der Körper gefordert wird. Nach genau dieser Devise gab es in der Mittagspause Yoga am Arbeitsplatz mit Daniel Pauw vom eco Yoga Startup Salty Elephant. Mit kleinen, aber effektvollen Übungen leitete der Trainer durch die aktive Mittagspause. Auch das Netzwerken kam nicht zu kurz: Wer doch lieber weiterdiskutieren wollte, konnte sich in der virtuellen Lobby treffen.

Ausblick macht Lust auf mehr

„Die Vielfalt der Beiträge und der Hintergründe der Teilgebenden hat auf interessante Art widergespiegelt, wie vielfältig die Themen sind, welche im Kontext einer nachhaltigen Digitalisierung behandelt werden müssen. Es ist ermutigend zu sehen, wie viel Interesse am Thema besteht und dass es bereits viele Initiativen gibt, welche aktiv daran arbeiten, digitale Lösungen für die Nachhaltigkeitsherausforderungen einzusetzen“,  fasste Thomas Wagner, Projektmanager und Mitorganisator der Veranstaltung das gelungene Barcamp abschließend zusammen.

 

Copyright: Canva, fizkes/ Kompetenzzentrum eStandards

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