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Nachhaltiges Supply Chain Management (SCM)

Gesamte Wertschöpfungskette (Supply Chain Management)

Zusätzlich zum klassischen Supply Chain Management (SCM) legen Unternehmen zunehmend den Fokus auch auf ein SCM hinsichtlich unterschiedlicher Nachhaltigkeitsaspekte. Was bedeutet es eigentlich, wenn von einem nachhaltigen Supply Chain Management gesprochen wird?

Nachhaltiges Supply Chain Management ist das Management von Materialien, Informationen, (Produktions-) Prozessen und Kapitalflüssen. Zudem beinhaltet es immer auch die Kooperation zwischen Unternehmen entlang der Lieferkette um Ziele für alle drei Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung, d.h. ökonomisch, ökologisch und sozial, abgeleitet aus den Stakeholderbedürfnissen, zu integrieren.

In nachhaltigen Lieferketten müssen ökologische und soziale Kriterien von allen Akteuren erfüllt werden um Teil der Lieferkette zu bleiben. Gleichzeitig wird durch das Erfüllen von Stakeholderbedürfnissen die Konkurrenzfähigkeit gewährleistet.  (Seuring / Müller (2008)

Somit erweitert das nachhaltige Supply Chain Management das klassische Supply Chain Management sowohl um den Fokus auf ökologische als auch auf soziale Aspekte des SCM. Insbesondere die Konzentration auf die Stakeholderbedürfnisse hebt das nachhaltige SCM vom klassischen Supply Chain Management maßgeblich ab. Dies bedeutet zum Beispiel auch, dass ein produzierendes Unternehmen sich in der Verantwortung sieht, durch die Abfälle, welche es im Produktionsprozess verursacht, keine negativen ökologischen Auswirkungen zu haben, welche wiederum andere Akteure oder Gemeinschaften belasten könnten.

Während sich immer mehr Unternehmen einem nachhaltigen Supply Chain Management verschreiben, können hierfür unterschiedliche Treiber identifiziert werden:

Auch im Bereich des nachhaltigen Supply Chain Managements werden digitale Lösungen vermehrt als Instrumente genutzt, um die Effizienz und Qualität des SCM zu erhöhen. So gibt es zum Beispiel unterschiedliche Pilotprojekte in welchen die Blockchain-Technologie genutzt wird, um Arbeitsbedingungen entlang der Lieferkette zu überprüfen.

 

Autor: Thomas Wagner

Bildquelle: Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production