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Pressemitteilung

Kompetenzzentrum eStandards: Deshalb lohnt sich für KMU die aktive Mitarbeit an der Standardisierung

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► Mitarbeit von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) an der Standardisierung erwünscht

► BMWi fördert mit Förderprogramm WIPANO Standardisierungs-Mitarbeit

► Suchmaschine für Standardisierungsorganisationen sorgt für schnellen Einstieg

Köln, 19.06.2020. Viele Mittelständler scheuen sich davor, sich in der Standardisierung direkt einzubringen. Das liegt oft an begrenzten Ressourcen wie Manpower oder dem Reisebudget. Was viele jedoch nicht wissen: Auch ein indirektes Engagement ist möglich. Noch leichter wird es in puncto Mitarbeit an der Standardisierung neben dem Förderprogramm WIPANO des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit der neuen Suchmaschine des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums eStandards zum Finden von Standardisierungs- und Normungsorganisationen.

Warum sind Standards, auch für die Optimierung von Prozessen kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) wichtig? Standards und Normen sind dazu da, Abläufe effizienter, sicherer, schneller oder nachhaltiger zu machen. Vereinfacht gesagt, verständigen sich interessierte Kreise auf gemeinsame Regeln.

Aktive Standardisierungs-Mitarbeit von KMU wichtig

Kleine und mittlere Unternehmen sind in solchen Gremien noch viel zu wenig vertreten. Dass es jedoch auch für sie gute Gründe gibt, aktiv an der Entwicklung von Standards mitzuarbeiten, zeigt das Beispiel der Coburger Handtuch + Mattenservice CHMS GmbH & Co. KG. Denn, wer Qualitätssicherung, vorausschauende Wartung und zuverlässige Ursachenforschung bei Reklamationen beherrschen will, braucht vor allem eins: lückenlose Informationen. Genau das hat sich CHMS vorgenommen und zwar nicht nur für das eigene Unternehmen, sondern auch in Kooperation mit Partnerunternehmen.  

Kurz zum Hintergrund: CHMS bietet seine Kunden Full-Service-Rahmenverträge für den Austausch und die Reinigung von Fußmatten und Handtüchern für Unternehmen aller Art und Größe sowie öffentlichen Einrichtungen. Joachim Krause ist Geschäftsführer von CHMS und Mitglied im Technikausschuss des Deutschen Textilreinigungsverband (DTV). Er hatte die Idee, mit RFID-Technologie für Produktkennzeichnung und im Abgleich mit Prozessdaten aus den Reinigungsvorgängen für eine lückenlose Dokumentation aller Prozesse zu sorgen. Unbedingte Voraussetzung dafür: ein gemeinsamer Branchenstandard. In Zusammenarbeit mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards wurde dafür in einem Umsetzungsprojekt ein praxisgerechtes Konzept entwickelt, das unter anderem im DTV den Impuls gab, sich Gedanken zu einheitlichen Branchenstandards zu machen. Denn: Durch eine engagierte Standardisierungsarbeit für eine einheitliche Identifikation und Kennzeichnung von Textilien innerhalb der Branche könnten zukünftig übergreifende Prozesse zwischen allen Teilnehmern in der Wäschereibranche vereinfacht werden.

Vorteile der Mitarbeit an Standards

Was sind die Vorteile für kleine und mittelständische Unternehmen, sich aktiv in den Erstellungsprozess von Standards und Normen einzubringen? Neben Investitionsschutz, also der höheren Sicherheit bei zukünftigen Investitionen, ist es der Entwicklungsschutz, um eigene Schutzrechte bewusst bei der Entwicklung von Standardlösungen auf breiter Basis zu etablieren. Des Weiteren werden Prozesse beschleunigt, weil das Einbringen in den Standardisierungsprozess Entwicklungen beschleunigen kann, insbesondere, wenn Gleichgesinnte unter einem ähnlichen Zeitdruck stehen. Letztlich spielt auch der Netzwerk-Charakter eine große Rolle: Ganz nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ werden ehemals konkurrierende Unternehmen zu Partnern und können Ziele besser erreichen.

WIPANO – Förderprogramm zur Mitarbeit in Standardisierungsausschüssen

Ein weiteres Pro-Argument könnte auch das Förderprogramm WIPANO des BMWi sein, das in diesem Jahr ausgeweitet wurde. Im Förderschwerpunkt „Wissens- und Technologietransfer durch Patente und Normen“ werden jetzt mittelständische Unternehmen dabei finanziell unterstützt, die sich in nationalen, europäischen und internationalen Normungs-und Standardisierungsgremien aktiv beteiligen möchten. Die Förderung soll dazu beitragen, dass kleine und mittlere Unternehmen ein strategisches Verständnis für die Normung und Standardisierung entwickeln sowie aktiv die spezifischen Anforderungen der Praxis in die Normengremien einbringen, um damit ihre Chancen zur Durchsetzung von Innovationen am Markt zu erhöhen.

Die Suchmaschine für Standardisierungsorganisationen

Das Kompetenzzentrum eStandards ist ein wichtiger Partner, wenn es darum geht, für das Thema Standards im Mittelstand zu sensibilisieren, Know-how zu Standards beizusteuern und zur Verbreitung im Mittelstand zu unterstützen. So finden Interessierte auf der Website des Kompetenzzentrums eine Suchmaschine für KMU, mit der diese Organisationen finden, in denen sie sich an der Standardisierung und Normung beteiligen können. Alternativ haben sie die Möglichkeit, sich Themen anzeigen zu lassen, oder gezielt nach ihrem Interessensgebiet zu suchen. Weitere Informationen dazu unter: https://www.estandards-mittelstand.de/materialien/suchmaschine-fuer-standardisierungsorganisationen/

Zudem hat das Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum eStandards eine Umfrage gestartet, um Herauszufinden, wie es standardisierungsinteressierte Mittelständler noch besser unterstützen kann. Die kurze Umfrage ist hierzu finden.

Wer noch mehr über die Mitarbeit an der Standardisierung und Normung wissen möchte, nimmt Kontakt zu Niklas Kuhnert vom Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards auf.

 

Pressebild: Mitarbeit an Standardisierung (Bildquelle: Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards)

Hier finden Sie die vollständige Presseinformation in PDF-Form.

Kontakt:
geschaeftsstelle@kompetenzzentrum-estandards.digital
Tel.: +49 221 94714-505
Fax: +49 221 94714-7505

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