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Kreativ und nutzerzentriert mit Methoden aus UCD und Design Thinking

Produktentwicklung mit UCD und Design Thinking

Wie entstehen Produkte, die eine zugleich effektive und effiziente Lösung für ein Problem bieten und obendrein positive Emotionen beim Nutzer schaffen? Experten greifen für die Produktentwicklung auf kreative Methoden zurück, die den Nutzer in den Mittelpunkt stellen. Design Thinking und User-Centered Design (UCD) dienen dazu, kreative Ideen zu fördern.

Die Arbeit mit Methoden aus User-Centered Design und Design Thinking

UCD, auch nutzerzentriertes Design genannt, zielt darauf ab, eine konkrete Produktidee möglichst gut an die Bedürfnisse der Nutzer anzupassen und z. B. eine hohe Usability und UX (Gebrauchstauglichkeit und User Experience / Produkterfahrung) zu erreichen. Das User-Centered Design ist in der Norm DIN ISO 9241-210 – „Prozess zur Gestaltung gebrauchstauglicher interaktiver Systeme“ – definiert und beschrieben. Dadurch können sowohl das Vorgehen als auch der Ablauf sehr strukturiert gestaltet werden, was bei bestimmten Aufgabenstellungen schnell zur Lösung des Problems führen kann. Die Einhaltung der ISO-Norm ist in den meisten Ländern nur Herstellern von medizintechnischen Geräten zwingend vorgeschrieben, denn hier können Bedienungsfehler Menschenleben kosten. In der Welt des Design Thinking hingegen nutzt man die Freiheit, kreativ und interdisziplinär zu denken. Design Thinking ist ein Prozess, der insbesondere nützlich ist, um Innovationen für existierende Produkte oder Prozesse zu schaffen oder um in eine neue Domäne vorzustoßen.

Beide Vorgehensweisen bedienen sich aus einem ähnlichen Methodenpool. Gleichzeitig gibt es einige wichtige Faktoren, die beide Ansätze ausmachen. Dazu gehören beispielsweise die Einbeziehung der Nutzer von Anfang bis Ende und die gemeinsame Arbeit in einem interdisziplinären Team. Konstruktion und Design des Endproduktes orientieren sich mithilfe von UCD eng an den Bedürfnissen, Erwartungen und dem Verständnis der späteren Nutzer. Dabei ist es wichtig, ein Projekt aus der Benutzerperspektive zu beginnen und diese Sichtweise über den Entwicklungsprozess hinweg nicht zu verlieren.

In der Kombination von Design Thinking und UCD gilt vor allem eine Regel

Am Anfang steht nur ein Problem, aber noch keine konkrete Idee, wie es gelöst werden kann. Das ist die Basis von Design Thinking und UCD. Zu Beginn eines schrittweisen Prozesses wird zunächst die Nutzergruppe identifiziert, dann werden die identifizierten Anforderungen technologie- und lösungsunabhängig beschrieben. Erst danach betreten Design Thinker den sogenannten Lösungsraum, in dem aus Ideen spezifizierte Anforderungen an das Produkt werden. Durch das Erstellen von Prototypen werden Lösungen im nächsten Schritt greifbar gemacht und dann bewertet. Mängel der Prototypen zu entdecken, ist Teil des Prozesses. Im nächsten Schritt werden dann entsprechende Verbesserungen vorgenommen.

Fazit

Die Kombination aus schrittweisem Vorgehen und konsequenter Orientierung an den Bedürfnissen der Nutzer eines Produktes verbessert die Chance, von vornherein ein ausgereiftes Produkt in den Markt zu bringen, das sich langfristig erfolgreich behauptet. Folgende Optimierungen lassen sich über die Arbeit mit den Methoden UCD und Design Thinking kreativ und nutzerzentriert angehen:

  • bessere Produktqualität
  • Optimierung der Conversion Rate
  • Reduzierung von Entwicklungszeiten und -kosten
  • zufriedenere Kunden und Mitarbeiter
  • Geringere Absprungraten bei Neukunden
  • User Experience als positive Produkteigenschaft

In den kommenden Monaten finden Sie unterestandards-mittelstand.de/termine/ mehrere Design Thinking Veranstaltungen, zu denen wir Sie herzlich einladen möchten.

 

Bildquelle: Hannah-Sophia Kuhlmann

 

 

Kontakt:
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